Anrudern und Bootstaufe

Anrudern in Schwerin funktioniert so: Erst fährt man mit möglichst vielen Booten auf den Burgsee, ruft möglichst laut "Pierschiet, ahoi" um das Petermännchen um eine möglichst schöne Rudersaison zu bitten - um sich schon wenig später möglichst viel Kuchen im Bootshaus einzuverleiben.

Und genau so wars am Sonnabend, 31. März. Zuvor hat die Schweriner Rudergesellschaft noch ein neues Boot getauft. Der blaue Gig-Vierer mit Steuermann lässt sich auch als Fünfer rudern. Vorsitzender Martin Meermann hat das Boot auf den Namen "Stralsund" getauft. Das Boot ist eine besonders hochwertige Bauform von Baumgarten Bootsbau aus Warin.

Die "Stralsund" ist besonders leicht und schnittig. Sie ist für erfahrene Ruderinnen und Ruderer gedacht. Hintergrund ist, dass die Zahl der erwachsenen Mitglieder in den vergangenen Jahren gestiegen ist und deshalb ein zusätzliches Boot für diesen Bereich dringend nötig war.

Nach der Taufe ging es dann zum ersten Mal in diesem Jahr aufs Wasser.

Fast 40 Ruderer fuhren in Renn- und Gigbooten auf den Burgsee. Dort grüßten sie dann unter der stimmgewaltigen Anleitung von Martin Meermann das Petermännchen. Mit "Pierschiet, ahoi" baten sie den Schlossgeist um eine schöne, erfolgreiche Rudersaison.

Die Vorzeichen erscheinen günstig, denn obwohl der Winter schon den ganzen Tag über noch einmal wie als letzten Gruß Schauer körnigen Eises übers Land und in die Stadt schleuderte, war von Schnee, Graupel und Griesel beim Rudern nichts zu spüren. Am frühen Nachmittag schien die Sonne wie selbstverständlich vom frühlingshaft blauen Himmel.

Aber der Wind! Der war gnadenlos und machte selbst einen kurzen Umweg durch die Schlossbucht zur Wellenumtosten Strapaze. Dementsprechend gierig stürzten sich die SRGler danach aufs Kuchenbüffet im Bootshaus. Im Schutz der Gästezimmer gab es nicht nur Apfel- und Schokokuchen, sondern sogar Käsebrötchen und Hawaii-Toast. Saison-Auftakt gelungen.

Fotos: Stephan Möller (6), Christian Kohlhof (2)

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