Vereinsgelände gesperrt! Kein Ergo-Verleih!

von Schweriner RG (Kommentare: 4)

SRG sperrt Vereinsgelände
Schweriner RG sperrt Vereinsgelände und -anlagen.

Die Schweriner RG hat ihr Vereinsgelände gesperrt. Grundlage ist eine Vereinbarung der Bundesregierung und der Länder. Darin heißt es unter anderem:

II. Für den Publikumsverkehr zu schließen sind
 - Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
 - Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und ähnliche Einrichtungen
 - Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
 - Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
 - der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen
 - alle weiteren, nicht an anderer Stelle dieses Papiers genannten Verkaufsstellen des Einzelhandels, insbesondere Outlet-Center
  - Spielplätze.

III. Zu verbieten sind
 - Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen
 - Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften.

 

Sofern diese Regeln die Schweriner Rudergesellschaft betreffen, wird der Vorstand davon keine Ausnahmen zulassen.

Alle zuvor getroffenen Anordnungen verlieren hiermit ihre Gültigkeit.

Der Vorstand weist zudem darauf hin, dass jegliches Betreten des Bootshauses, zu welchem Zweck auch immer, nicht möglich ist. Es ist auch nicht möglich, Trainingsgeräte für den Privatgebrauch auszuleihen. Der geschäftsführende Vorstand hat beschlossen, dass lediglich Ruderer in der Olympia-Vorbereitung und die, die beim LRV trainieren, ein Ergogerät leihen dürfen. Weitere Ausnahmen können wir nicht zulassen.

Bleibt gesund!

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Kommentar von Daniel Illmann |

Hallo Ruderfreunde und Mitglieder,

der Vorstand hat die einzig richtigen Entscheidungen getroffen.
Wer mich kennt, kann sich vielleicht vorstellen, wie sehr mich diese Maßnahmen treffen. Sie sind allerdings alternativlos.
Nun liegt es an uns allen, diese umzusetzen und das nicht nur auf das Bootshaus bezogen.
Ich möchte auch im nächsten Jahr unserer kompletten Seniorentruppe beim Tragen der Boote behilflich sein.
Also vermeidet sämtliche unnötige Kontakte!
Gern biete ich mich an, Erledigungen, gerade für unsere älteren Mitglieder, zu übernehmen. Kontaktiert mich einfach telefonisch unter 0162 9845854.
Also passt auf euch auf und versucht gesund zu bleiben!

Mit sportlichen Grüssen
Daniel Illmann

Kommentar von Knut Mehl |

Du hast völlig Recht, Daniel. Aber auch uns Senioren tut weh, dass wir nicht zusammen rudern können und unsere Geselligkeit pflegen können, wie gehabt. Gern nehmen wir nach überstandener Corona wieder Deine Hilfe beim Tragen der Boote in Anspruch. Wir werden dann auch wieder stolz auf Deine Erfolge sein. Versprochen. Knut

Kommentar von Wolfgang Dorenkamp |

Auch ich gehöre entsprechend der undifferezierten Einschätzung eines Arztes auf Grund meines Geburtsdatums zur Risikogruppe. Aber meinetwegen müssen die anderen nicht auf Rudern verzichten. Niemand würde an Influenza sterben, wenn Daniel morgens mit seinem Einer über den See rudert.
Allerdings würde es wohl keine Minute dauern bis man ihn filmt.
Leider ist die SRG bei Strafandrohung zu diesen drastischen, undifferenzierten Massnahmen gezwungen.
Alternativlos ist das allerdings nicht.
Risikogruppen können sich selbst schützen und Hochrisikogruppen können durch differenzierte Massnahmen geschützt werden.
Ich denke das Schweden den richtigen Weg geht.
Dabei spielt das Rudern eine untergeordnete Rolle. Für das was sich im Moment in der Berichterstattung der Medien, der Wirtschaft und im öffentlichen Leben abspielt werden wir alle die Rechnung bezahlen müssen - "denn sie wussten nicht, was sie tun".
Alle Entscheidungen basieren auf Hochrechnungen von Zahlen aus Gebieten, die mit unseren Verhältnissen nicht vergleichbar sind. Dass dafür alles undifferenziert auf"0" gefahren wird ist nicht nur aus meiner bescheidenen Sicht unverantwortlich.
Haltet die Augen und Ohren offen, informiert Euch umfassend und bleibt gesund.

Kommentar von Sirko |

Lieber Wolfgang,
vielen Dank und Hochachtung für deinen Kommentar. Zur Zeit liest man tausende Kommentare nach dem Motto: „Ich bin ja so gut und vernünftig, und deshalb finde ich alles gut was von oben befohlen wird…“ Da ist es jedes Mal eine Wohltat, wenn sich noch jemand traut einen differenzierten Standpunkt zu äußern! 3x Danke!
Nichts ist alternativlos. Es gibt immer Alternativen, und ob diese besser oder schlechter sind, dazu darf doch jeder seine eigene Meinung haben. Bitte versteht das jetzt nicht als Kritik an der Entscheidung des Vorstandes, das ist es nicht. Der Vorstand hat entschieden, den aktuell geltenden Vorschriften zu folgen, was ich für richtig halte, denn die Konsequenzen einer anderen Entscheidung für den Verein sind nicht überschaubar und mit großer Wahrscheinlichkeit sehr unschön.
Auch wenn ich unabhängig davon die dem zugrunde liegenden Entscheidungen von Politik und Ordnungsbehörden kritisch sehe. Der Einer allein auf dem See ist das beste Beispiel – gibt es eine wirkungsvollere Quarantäne? Aber wie so oft in dieser Gesellschaft geht es nicht um Sinnhaftigkeit sondern um sturen bürokratischen Gehorsam.
Vielleicht ist dies ein Hoffnungsschimmer für die Nach-Pandemie-Zeit: Das die Gesellschaft sich fragt, ob Verbots- und Strafsysteme bzw. Obrigkeits-Untertanen-Gehorsams-Denken tatsächlich notwendig waren. Oder ob die Menschen, mit den richtigen Informationen versorgt, nicht von sich aus verantwortungsvoll Handeln können, ohne das es dafür erweiterte Willkür-Rechte für übereifrige Ordnungsfanatiker in der Behörden braucht.
Dann hätte das alles einen positiven Effekt. Die Hoffnung stirbt zuletzt

Das SRG-Monatsarchiv

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